vorteile

Die Vorteile auf einen Blick

Die Harmonisierung des Zahlungsverkehrs schafft die Grundlage für einen durchgehend digitalen Zahlungsablauf, was sich bezahlt macht. Da der manuelle Aufwand zur Erfassung einer Zahlung sowie die Anzahl der fehlerhaften Überweisungen sinken, sparen Privatpersonen und insbesondere Unternehmen Zeit und Geld. Finanzinstitute können ihre neuen Aufsichtspflichten im Bereich Geldwäscherei durchgehend automatisiert erfüllen.

Weniger Fehler und Aufwand

  • Die IBAN ersetzt alle bisherigen Kontonummern der Finanzinstitute. Als Folge dieser Standardisierung erkennt die E-Banking-Applikation bereits vor der Übermittlung, ob die eingegebene IBAN korrekt ist. Liegt ein Fehler vor, so wird dieser unmittelbar angezeigt und der Bankkunde kann sofort korrigieren. Das spart Aufwand, Zeit und Kosten für Nachforschungsaufträge.
  • Die IBAN ist zusammen mit allen anderen Zahlungsangaben auf dem QR-Code gespeichert und kann so mit dem Smartphone oder einem Lesegerät digital erfasst werden. Das ist effizienter und die Fehlerquote ist gleich null. Mehr
  • Nach der flächendeckenden Einführung der IBAN werden Überweisungen in den Euro-Zahlungsraum (SEPA) deutlich einfacher. Es braucht dazu nur noch eine einzige Nummer: die IBAN. Mehr
  • Im In- und Auslandzahlungsverkehr wird mit dem gleichen Standard (ISO 20022) gearbeitet. Das eröffnet Unternehmen die Möglichkeit, alle für die Zahlung notwendigen Informationen durchgehend automatisiert auszutauschen und damit effizienter zu arbeiten.
  • Die Kommunikation zwischen den Finanzinstituten und ihren Kunden wird viel präziser und schneller. Unternehmen erhalten in Echtzeit detaillierte Statusinformationen oder Fehlertexte und können sofort und mit wenig Aufwand reagieren. Bei entsprechender Buchhaltungssoftware wird die Fehlermeldung direkt in der Zahlungssoftware abgebildet, von wo aus auch Überweisungen an die Bank eingeliefert werden können. Mehr
  • Die unterschiedlichen Lastschriftverfahren der PostFinance und der anderen Banken werden vereinheitlicht. Dadurch wird die Handhabung von Lastschriften für Unternehmen und Privatkunden vereinfacht. Mehr

 

Geld ist schneller verfügbar

  • Bis anhin fliessen die am Postschalter getätigten Bareinzahlungen über ein Abwicklungskonto bei PostFinance und von dort zur jeweiligen Bank. Nach der Umstellung wird dieser Prozess verkürzt.
  • Dank tieferen Fehlerquoten sind weniger Abklärungen notwendig, was Zeit spart. Dadurch steht das Geld Unternehmen und Privatpersonen schneller zur Verfügung. KMU können ihre freien Mittel gezielter einsetzen und so ihren eigenen Verbindlichkeiten planbarer nachkommen.
  • Unternehmen können untertags mehrmals Kontoauszüge anfordern und so ihr Cash Management optimieren.

 

Weniger Kosten

  • Durch die schnellere und präzisere Kommunikation zwischen den Finanzinstituten und ihren Kunden und die tiefere Fehlerquote können Unternehmen ihr Cash Management genauer steuern, die liquiden Mittel reduzieren und damit ihre Kapitalkosten senken.
  • Weil Zahlungsverfahren, wie zum Beispiel die Lastschriften, angeglichen werden, können Unternehmen ihre Konten zusammenführen. So haben sie ihre Finanzen noch besser im Griff und sparen Kontoführungsaufwände.

Automatisierte Compliance

  • Finanzinstitute können infolge der Umstellung zusätzlichen regulatorischen Vorgaben zur Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung einfacher entsprechen.
  • Die strukturierten Datenfelder vereinfachen die Datenauswertung bei der Abklärung von Transaktionshintergründen, die Verdachtsmeldung und die Dokumentationspflicht.
  • Finanzinstitute können die zunehmenden Sorgfaltspflichten effizienter einhalten und sind technologisch besser vorbereitet auf zukünftige Anforderungen. Mehr

 

Eine Investition, die sich auszahlt

Eine vom Finanzplatz Schweiz in Auftrag gegebene Studie* beim Beratungsunternehmen Deloitte zeigt, dass nach erfolgter Systemumstellung die jährlichen Prozess- und Kapitalkosten im Vergleich zu heute rund CHF 271 Mio. tiefer ausfallen. CHF 197 Mio. oder drei Viertel der Einsparungen entfallen auf die privaten Unternehmen und etwa CHF 9 Mio. auf den öffentlichen Sektor. Die Finanzinstitute selber sparen jährlich rund 65 Mio. und tragen CHF 550 Mio. der Investitionskosten. Die Privatwirtschaft muss mit einmaligen Kosten von voraussichtlich CHF 500 Mio. rechnen, welche in rund 2,5 Jahren amortisiert werden, während es beim öffentlichen Sektor etwa CHF 80 Mio. sind. Gemäss der Berechnungen von Deloitte sparen die Privathaushalte jährlich rund CHF 1,2 Mio. für Nachforschungsaufträge.

Beitrag zu einer starken Volkswirtschaft

Wenn man die Bedeutung des Zahlungsverkehrs für die gesamte Volkswirtschaft betrachtet, relativieren sich die Investitionskosten. Der Zahlungsverkehr unterstützt alle nationalen und internationalen Geschäftsvorgänge und trägt so wesentlich zur Wirtschaftsleistung der Schweiz bei. Jährlich werden über den Interbank- und Kundenzahlungsverkehr rund CHF 39 Billionen abgewickelt. Somit wird das 60-Fache des Schweizer BIP über die Infrastruktur der Finanzinstitute transferiert. Die Investition unterstützt die effiziente Erfüllung von regulatorischen Anforderungen sowie den digitalen Strukturwandel, der sich in vielen Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen vollzieht. Die Harmonisierung des Zahlungsverkehrs leistet einen wesentlichen Beitrag, damit die Schweiz ihre Chancen in einer immer digitaleren Welt erfolgreich nutzen kann. Mehr

*Deloitte (2016), Auswirkungen der Harmonisierung des Zahlungsverkehrs auf die Schweizer Volkswirtschaft