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ISO 20022 erfolgreich eingeführt

Die Basis für einen nahtlos digitalen Zahlungsverkehr ist gelegt

Der Finanzplatz Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, den Zahlungsverkehr zu harmonisieren und damit für alle Marktteilnehmer effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Mit der erfolgreichen Einführung von ISO 20022 bei Firmenkunden ist man diesem Ziel einen weiteren wichtigen Schritt nähergekommen. Ende Juni hatten rund 80% der Firmenkunden ihre Zahlungen im ISO-20022-Format eingeliefert, wie eine Erhebung bei den Finanzinstituten zeigt. Auch das Transaktionsvolumen ist in den letzten Monaten stark angestiegen und betrug zum gleichen Zeitpunkt 80%.

SIX Interbank Clearing AG erhebt seit letztem Herbst monatlich den Stand der ISO-20022- Umstellung im Zahlungsverkehr. Die Messung zeigt, dass die Anzahl der nach dem neuen Standard erfolgten Transaktionen kontinuierlich und steil ansteigt. Ende Juni hatten rund 80% der Firmenkunden ihre Zahlungen auf der Basis des neuen Technologiestandards eingeliefert. Ähnlich hohe Werte zeigt eine vom Finanzplatz Schweiz bei gfs.bern in Auftrag gegebene, repräsentative Umfrage bei Unternehmen, Verwaltungsstellen und Vereinen. 90% hatten Ende Juni ein Umstellungsprojekt gestartet. Es kann davon ausgegangen werden, dass die meisten ihre Umstellung bis Ende Jahr vollständig abgeschlossen haben.

Anhaltende Dynamik weiterhin nutzen, Umstellungslücken schliessen

Das positive Ergebnis reflektiert die gemeinsamen Anstrengungen und die abgestimmte Zusammenarbeit von Firmenkunden, Softwareunternehmen und Finanzinstituten. Es gilt nun, die anhaltende Dynamik für die aktuellen Aktivitäten wie auch für die weiteren Harmonisierungsschritte zu nutzen. Die Finanzinstitute vereinbaren derzeit mit Kunden, die noch nicht auf ISO 20022 gewechselt haben, verbindliche Umstellungstermine bis Ende 2018. Die Einhaltung dieses Termins ist für die Marktteilnehmer wichtig, da der bisherige DTA-Standard (Datenträgeraustausch) seit 1. Juli 2018 nicht mehr zentral durch SIX unterstützt, weiterentwickelt und dokumentiert wird. Wer noch mit DTA arbeitet, muss damit rechnen, dass DTA seitens des verarbeitenden Finanzinstituts ebenfalls nicht mehr unterstützt wird.

Einführung der QR-Rechnung

Ein privatwirtschaftlich organisiertes Infrastrukturprojekt wie die Harmonisierung des Zahlungsverkehrs ist anspruchsvoll und stellt alle Marktteilnehmer vor grosse Herausforderungen, insbesondere was den Zeitbedarf für Umstellungsarbeiten anbelangt. Im weiteren Verlauf der Harmonisierung werden die heutigen Einzahlungsscheine durch die QR-Rechnung abgelöst. Da die QR-Rechnung alle Unternehmen, staatliche Einrichtungen und Non-Profit-Organisationen sowie alle Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten betrifft, will der Finanzplatz die bisherigen Erfahrungen und insbesondere die Marktrückmeldungen zur Ausgestaltung der QR-Rechnung in die nächste Etappe einbringen. Er hat deshalb entschieden, von August bis September 2018 ein Konsultationsverfahren durchzuführen, an dem sich die Marktteilnehmer beteiligen können. Die bisher eingegangenen Änderungsvorschläge betreffen unter anderem Informationen, die der Rechnungssteller im QR-Code mitliefern kann und die papierbasierte Abwicklung der QR-Rechnung am Postschalter und bei den Postagenturen. Der Finanzplatz geht davon aus, dass die Änderungsvorschläge positiv vom Markt aufgenommen werden und die ersten QR-Rechnungen ab 30. Juni 2020 genutzt werden können.

Vorteile der Harmonisierung werden erkannt

Die gfs.bern Umfrage zeigt, dass eine deutliche Mehrheit der Firmenkunden die Vorteile der Harmonisierung anerkennt. 60% der Organisationen verbinden die Standardisierung des Zahlungsverkehrs mit Vorteilen. Dieser Wert steigt auf deutlich über 70%, je regelmässiger und häufiger Zahlungen getätigt werden und je weiter man im Umstellungsprozess vorangeschritten ist. Zu den meist genannten Vorteilen zählen eine tiefere Fehleranfälligkeit durch die Verwendung der IBAN, die Digitalisierung der Geschäftsprozesse und die Vereinfachung von Auslandzahlungen. Die Umfrage zeigt, dass das vom Finanzplatz Schweiz verfolgte strategische Ziel einer Erhöhung des Digitalisierungsgrades einem Marktbedürfnis entspricht.

Für Fragen steht Ihnen Stephan Meier, Head Media Relations, gerne zur Verfügung.

Telefon: +41 58 399 3290
Fax: +41 58 499 2710
E-Mail: pressoffice@six-group.com

Zu den Umfrageergebnissen

PaymentStandards.CH

PaymentStandards.CH ist das offizielle Kommunikationsorgan der Schweizer Finanzinstitute zur Standardisierung und Harmonisierung des Zahlungsverkehrs. Die Finanzinstitute arbeiten bei der Umsetzung des Infrastrukturprojekts eng mit den Unternehmen und der ICT-Branche zusammen. Gemeinsam treiben sie die digitale Transformation im Zahlungsverkehr voran und setzen so einen wertvollen Impuls für die ganze Schweiz.

www.PaymentStandards.CH

SIX Interbank Clearing AG

SIX Interbank Clearing AG betreibt im Auftrag und unter Aufsicht der Schweizerischen Nationalbank das Zahlungssystem SIC. Damit werden Schweizer-Franken-Zahlungen in Echtzeit und auf Bruttobasis zwischen Finanzinstituten abgewickelt.

www.six-interbank-clearing.com

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