Finanzplatzinitiative

Investition in die Zukunft

Eine fristgerechte, sichere Geldüberweisung ist heutzutage für jede Wirtschaftsnation unentbehrlich. Genau wie die Wasser- oder Stromversorgung ist der Zahlungsverkehr von zentraler Bedeutung für die Volkswirtschaft. Jährlich werden über den Interbank-Zahlungsverkehr (Bank zu Bank) Zahlungen im Wert von rund CHF 39 Billionen verarbeitet. Darin sind rund CHF 7 Billionen an Kundenzahlungen enthalten. Insgesamt wird rund das 60-Fache des Schweizer BIP über die Infrastruktur der Finanzinstitute verschoben – eine Herkulesaufgabe, ohne die der Schweizer Wirtschaftsplatz nicht existieren und wachsen könnte.

Zwei Haupttreiber: Digitalisierung und Regulierung

Der Anteil der Kundenzahlungen, die elektronisch ausgeführt wurden, ist in den letzten Jahren auf 74% gestiegen. Obwohl elektronisch, ist der Kreislauf von der Rechnungsstellung bis zu deren Zahlungseingang nicht medienbruchfrei und deshalb aufwendig, fehleranfällig und ineffizient. In Anbetracht der fortschreitenden Transformation der Geschäftsprozesse ist es nicht mehr zeitgemäss, dass der Rechnungssteller digitale Informationen zu Papier bringt, welche vom Kunden anschliessend wieder digitalisiert werden. Die neuen regulatorischen Anforderungen (Geldwäschereiverordnung-FINMA oder Empfehlungen der Financial Action Task Force) können heute nicht vollständig eingehalten werden, weil die Informationen vom Auftraggeber nicht bei allen Überweisungen bis zur Bank des Begünstigten fliessen, die für die sorgfältige Risikoabwägung zuständig ist. Erst mit der Ablösung der Einzahlungsscheine durch die QR-Rechnung wird dafür die Grundlage geschaffen.

Insgesamt werden im Zahlungsverkehr mehr als eine Milliarde Überweisungen pro Jahr bearbeitet. Damit diese Höchstleistung auch auf lange Sicht gewährleistet bleibt und alle Auflagen erfüllt werden, wird der Zahlungsverkehr in den kommenden Jahren harmonisiert und für die Zukunft fit gemacht.
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